Die Blume

Siehst du die Blume wie sie dort steht,

So anmutig duftend, so wunderschön.

Als ob niemand an ihr vorübergeht,

Ohne sie nicht einmal anzusehen.

Hat sie nicht alles das was sie will?

Aber warum ist sie zu den anderen Pflanzen so still?

 

Sie spricht nicht mit ihnen, hält sich bedeckt.

Man weiß so wenig über sie, fast nichts.

Weiß nicht, was für ein Geheimnis in ihr steckt.

Weiß nur sie streckt sich in Richtung des Lichts,

Um das zu erreichen was sie gern sein will

Und dennoch ist sie dabei so unsagbar still.

 

So schön sie doch scheint, so krank ist sie auch,

man hat ihr übles angetan, so was verdiente sie nie.

Riss sie weg von ihrem geliebten Strauch,

An dem sie wuchs und langsam gedieh.

Sie bekam seit dem nie wieder das was sie will

Vielleicht ist sie deshalb ja so unheimlich still?

 

Und will man ihr jetzt helfen, langsam zu wachsen,

Verschließt sie ihre Blätter nur stärker vor dir.

Sie gibt dir keine der verdienten Chancen,

Doch du nimmst es ihr nicht übel, dich treibt keine Gier.

 

Du willst sie nur anschauen dürfen,

ein paar Mal am Tage

Möchtest ihr nah sein aber gleichzeitig keine Plage.

 

Deshalb lehnst du dich über sie, ohne sie zu berühren.

Willst sie schützen vor dem Bösen,  

das sie einst empfand

Kannst den Gedanken nicht ertragen, sie zu verlieren,

Auch nur die Vorstellung daran,

bringt dich um den Verstand.

So willst du die Blume schützen

versuchst zu verstehen ihren Klang

Und hoffst ganz einfach,  sie öffnet die Blüten

und fängt zu reden an.

 

Deswegen wartest du darauf,

dass du sie endlich erhörst.

Bist für jedes kleine Zeichen dankbar,

dass sie dir schenkt.

Und nach einiger Zeit, tust du eines, du schwörst,

Dass du solange bei ihr bleibst, bis sie eines bedenkt.

Glück liegt manchmal näher als man glaubt,

    Solang man nicht nur, durch Verschlossene Blätter schaut.

5.9.07 13:03

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