Titellos

Hattest du schon einmal das Gefühl,

nicht zu existieren?

Dachtest du daran, deine Unsicherheit zu verstehen?

Würdest du daran glauben, die Dinge zu forcieren

an die du seit deiner Entstehung hängst

oder sie zu hintergehen?

 

Diese Fragen stellt sich jemand, der nichts mehr hat

Der nicht mehr weiß was er noch glauben will

jemand der einsam lebt, in dieser riesigen Stadt

jemand der verhungert in diesem Müll.

 

Spürst du nicht, wenn andere leiden?

Merkst du es nicht, wenn sie erfrieren?

Willst du sie etwa, aus deiner Welt vertreiben?

Glaubst, du könntest dich so bei ihnen revanchieren.

 

Dabei siehst du nicht, wie sie sterben.

Langsam und qualvoll einer nach dem andern

Doch du beginnst weitere für dich zu werben

und siehst nicht mehr, dass sie alle einmal standen,

auf dem was du doch angeblich liebst,

die Freiheit, die Liebe, alles worüber du schriebst.

 

Doch jetzt hetzt du sie auf, gegen die die anders sind.

Die nicht deine Meinung haben,

für Toleranz bist du blind.

Kannst sie nicht sehen in deinem Wahn aus Wut

und denkst dir,

der ganze Schwachsinn sei auch noch Gut.

 

Doch bedenke, dass das Gute nie wirklich gut ist,

im Grunde ist das nur eine hinterhältige List

die von denen gelegt wurde, die es wissen

    denn Gut und Böse sind beides nur subjektive Prämissen.

7.9.07 10:58, kommentieren

Die Blume

Siehst du die Blume wie sie dort steht,

So anmutig duftend, so wunderschön.

Als ob niemand an ihr vorübergeht,

Ohne sie nicht einmal anzusehen.

Hat sie nicht alles das was sie will?

Aber warum ist sie zu den anderen Pflanzen so still?

 

Sie spricht nicht mit ihnen, hält sich bedeckt.

Man weiß so wenig über sie, fast nichts.

Weiß nicht, was für ein Geheimnis in ihr steckt.

Weiß nur sie streckt sich in Richtung des Lichts,

Um das zu erreichen was sie gern sein will

Und dennoch ist sie dabei so unsagbar still.

 

So schön sie doch scheint, so krank ist sie auch,

man hat ihr übles angetan, so was verdiente sie nie.

Riss sie weg von ihrem geliebten Strauch,

An dem sie wuchs und langsam gedieh.

Sie bekam seit dem nie wieder das was sie will

Vielleicht ist sie deshalb ja so unheimlich still?

 

Und will man ihr jetzt helfen, langsam zu wachsen,

Verschließt sie ihre Blätter nur stärker vor dir.

Sie gibt dir keine der verdienten Chancen,

Doch du nimmst es ihr nicht übel, dich treibt keine Gier.

 

Du willst sie nur anschauen dürfen,

ein paar Mal am Tage

Möchtest ihr nah sein aber gleichzeitig keine Plage.

 

Deshalb lehnst du dich über sie, ohne sie zu berühren.

Willst sie schützen vor dem Bösen,  

das sie einst empfand

Kannst den Gedanken nicht ertragen, sie zu verlieren,

Auch nur die Vorstellung daran,

bringt dich um den Verstand.

So willst du die Blume schützen

versuchst zu verstehen ihren Klang

Und hoffst ganz einfach,  sie öffnet die Blüten

und fängt zu reden an.

 

Deswegen wartest du darauf,

dass du sie endlich erhörst.

Bist für jedes kleine Zeichen dankbar,

dass sie dir schenkt.

Und nach einiger Zeit, tust du eines, du schwörst,

Dass du solange bei ihr bleibst, bis sie eines bedenkt.

Glück liegt manchmal näher als man glaubt,

    Solang man nicht nur, durch Verschlossene Blätter schaut.

5.9.07 13:03, kommentieren

Gestirne

Wie die Schatten deiner selbst.

Wie die Vorurteile der Zeit.

Wie die Schönheit dieser Welt,

umhüllt ins Himmelskleid.

So flackern sie über uns,

die Lichter der Ewigkeit.

 

Faszinierende Eitelkeit

dort oben am Firmament,

Fantasien der Vergangenheit,

zu denen sich keiner bekennt.

 

Zeugnisse unserer Seele,

Liebe unserer Träume,

wie Worte aus deiner Kehle,

bereiten sie mir Freude

 

Ihr herrlicher Glanz,

ihre Inspiration,

wie ein Perfekter Tanz,

ihrer eigenen Faszination.

 

Sie sind so wie ich,

leise und still.

Nie kann ich das sagen,

was Ich von dir will.

 

Wie ein lieblicher Schimmer,

auf der Haut dieser Welt,

dass ist es was mir,

                                        so an dir gefällt.

3.9.07 12:22, kommentieren

Verfolgt

Wie ein Nebelhauch durchziehst du den Raum

Deine Anmut, dein Wesen nicht zu beschreiben

Die Bewegungen von dir, wie ein Traum

Ich wünschte so sehr du könntest bei mir verweilen.

 

Feengleich umschwärmst du mein Haupt

Kann nicht begreifen, was du leise wisperst.

Mein kaltes Herz. Ich spüre wie es taut

Wenn du mir warme Worte ins Ohr flüsterst.

 

Dachte ich könnte nie mehr lieben

Niemals den Frieden in mir erkennen.

Nie wieder Amors Pfeile verspüren

Die sich jetzt in meinem Leib versprengen.

 

Ich sehe dir tief in die Augen

Und ich spüre dein flehen

Du willst mir meine Liebe rauben

Und dann nie wieder weggehen!

 

Du Umgarnst mich weiter, so sanft und ungeniert

Deshalb schenke ich dir meine Liebe sogleich.

Nie hätte ich gedacht, dass man etwas so schnell verliert

Wie die Luft aus einem Ballon entweicht.

 

Du lachtest noch einmal und bist dann verschwunden

Denn du hast ja mein wertvollstes Gut.

Ich habe mich sofort, vor Schmerzen gewunden

Und schon bald darauf war meine Seele tot.

1.9.07 13:56, kommentieren

Neue Dichter brauchen Herren

Seid gegrüßt,
 
vor nicht wenigen Tagen erhielt ich eine Depesche von einem gewissen Herren, der sich nur als Fischbrot bezeichnete. Er bat mich ihn aufzusuchen, da er meine Dienste in Anspruch nehmen wollte. Nun bin ich nur ein Armer Poet, der am Morgen nicht weiß, was er am Abend isst, also suchte ich diesen ominösen Herren auf, in der Hoffnung gut bezahlt zu werden.
 
Er machte mir das Angebot, als sein Hofdichter zu arbeiten und meine Texte unter dem Pseudonym "Fischbrots Hofdichter" zu veröffentlichen. Da er mir eine stattliche Summe bot, schlug ich das Angebot natürlich nicht aus, auch wenn ich den Künstlernamen, den ich annehmen muss, als etwas unkreativ empfinde.
 
Fortan werdet ihr also meine Texte hier vorfinden. In welchen Abständen ich neue Werke veröffentlichen kann, weiß ich selbst noch nicht. Die Muse ist ein launisches Wesen und wer weiß, ob sie einen tritt oder küsst?
 
In diesem Sinne
Fischbrots Hofdichter

31.8.07 15:43, kommentieren